Mittwoch, 17. November 2010

Er fehlt

Es ist merkwürdig. Und es stimmt mich traurig.
Seit Ende Juli diesen Jahres lebten Herr Sonne und ich zusammen. Besser gesagt: Ich war zu Hause. In 20 Minuten war ich bei ihm oder er bei mir. Wir sahen uns täglich, gluckten nicht aufeinander, machten aber viel zusammen und genoßen das Gefühl, dass gleich neben an, im Zimmer auf der anderen Seite des Flurs, eine geliebte Person sitzt. Man konnte hinüberschleichten, einfach kurz rumblödeln oder knuddeln und wieder zurückschleichen. Es war angenehm, einfach angenehm. Das zu-Hause-Gefühl machte sich Woche für Woche breiter in mir uns ich liebte es.
Weggefahren bin ich, und habe auch sämtliche zu-Hause-Gefühle da gelassen. Jetzt ist nur noch ein Vermissen da. Herr Sonne wollte es lindern, und fuhr zu mir. Nicht mehr über den Flur ging es, sondern 150km weit. Und die Stunden mit ihm taten gut. Ein wenig Zweisamkeit, die kleine Routine die wir uns geschaffen hatten kehrte binnen Stunden wieder ein. Schön.
Nur jetzt ist er schon wieder weg. Zurückgehuscht, die 150km.
Er fehlt mir furchtbar. Nicht nur seine guten Eigenschaften fehlen mir, sondern auch das, was mich sonst immer schrecklich genervt hat. Wahrscheinlich deshalb, weil er vorher manchmal anstrengend war, aber er war da. Jetzt ist er nichts mehr, weder anstrengend noch da.
Hach, was freue ich mich das bald Wochenende ist und ich mein zu-Hause-Gefühl, welches ich da geparkt hatte, wieder abholen und ausleben kann.

So long,
Paula Sonne

P.S. man merkts am langen Text: Eine neue Tastatur ist eintgezogen. Rot ist sie, aber den geschrieben Buchstaben sieht man das nicht an.

Kommentare:

  1. ohweh, ich kannte das, es ist vorbei, war trotzdem eine schöne zeit. denn vermissen kann schön sein, man muss nur merken das jemand da ist wenn er auch so fern sein mag :))

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  2. In solchen Lebensphasen merkt man, ob man mit einem Menschen wirklich verbunden ist. Ein schwacher Trost, aber immerhin.

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