Sonntag, 14. März 2010

6 Monate

Vor ein bisschen mehr als 6 Monaten verabredete ich mich mit einem Typen, den ich kaum kannte auf einem Spielplatz. Es war halb neun, es war Anfang September und um diese Zeit dämmerte es schon sehr. Der Spielplatz liegt unter Bäumen, so dass er stark in Dunkelheit gehüllt war und ich beim ankommen nichts sah außer das ab und zu orange Aufflackern seiner Zigarette.
Wir setzen uns auf die Schaukel und ich schaukelte drauf los. Schaukeln hilft immer. Auch gegen Unsicherheit. Und die Schaukel quietschte! Bei jedem neuen Schwung quietschte sie und untermalte damit mein unendliches Gerede. Ich erzählte viel, ich erzählte wüst. Alles durcheinander und ohne ein Luftholen. Wenn ich unsicher bin, neige ich zum schweigen oder zum einfach drauf los erzählen. In diesem Fall wählte ich die zweite Variante. Wahrscheinlich war es auch die bessere Idee. Er hörte zu. Rauchte viel. Und gab ab und zu einen Kommentar ab.
Später setzen wir und auf eine Bank und redeten weiter. Schon mal nachts auf einem Spielplatz gesessen und über Dinge geredet, über die man sich vorher nie Gedanken gemacht hat? Merkwürdiges Gefühl.
Die Unsicherheit wich mit der Zeit. Ich musste schmunzeln, ich musste lachen. Auf was hatte ich mich bloß eingelassen?! Sicher war ich mir nicht. Wenn ich Single bin, habe ich ab und zu ein Date. Einfach so. Weil ich gern kurz in fremde Leben eintrete und vorher nicht weiß, ob ich darin länger verweilen werde oder nicht.
In dem Leben des Typen vom Spielplatz stecke ich nun schon länger. Mittendrin statt nur dabei! Und ich bin einfach nur froh darüber.

So long,
Paula Sonne

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